Die zehn landschaftlich schönsten Alpenstraßen der Schweiz
Draußen & WandernMay 9, 20265 Min. Lesezeit

Die zehn landschaftlich schönsten Alpenstraßen der Schweiz

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Die Schweiz ist berühmt für ihre Züge, Bergbahnen und Wanderwege – doch einige der spektakulärsten Landschaften des Landes erlebt man am besten hinter dem Steuer. Von eindrucksvollen Gebirgspässen und Gletscherblicken bis zu kurvigen Strassen, die abgelegene Täler verbinden: Die Schweiz bietet einige der schönsten Alpenstrecken Europas. In den Sommermonaten, wenn die hohen Pässe nach dem Winterschnee wieder öffnen, werden diese Strassen zum Tor zu Landschaften, die fast zu schön wirken, um wahr zu sein.

Ob Sie einen Urlaub mit dem Auto planen, ein Motorradabenteuer oder einfach einen unvergesslichen Tagesausflug – dies sind zehn der landschaftlich schönsten Alpenstrassen der Schweiz.

1. Furkapass

Kaum eine Alpenstrasse ist so ikonisch wie der Furkapass. Zwischen Andermatt und Gletsch steigt die Route durch eine grossartige Bergwelt auf über 2 400 Meter an.

Die Fahrt ist bekannt für ihre weiten Kehren, die Panoramablicke und die Aussicht auf den Rhonegletscher. Filmfans erkennen die Strasse auch aus dem James-Bond-Film Goldfinger, der den Pass international bekannt gemacht hat.

Die höher gelegenen Abschnitte bieten aussergewöhnliche Blicke auf schroffe Gipfel, Bergbäche und weite Alpenlandschaften.

2. Grimselpass

Der Grimselpass verbindet die Kantone Bern und Wallis und zählt zu den dramatischsten Bergstrassen der Schweiz. Mächtige Granitwände, Gletscherseen und Stauseen prägen die Landschaft.

Der Kontrast zwischen felsigem Gelände und türkisfarbenem Wasser schafft eine eigene Atmosphäre, die sich von vielen anderen Alpenpässen unterscheidet. Zahlreiche Aussichtspunkte entlang der Strecke laden zum Anhalten und Schauen ein.

Für Fotografinnen und Fotografen bieten Sonnenauf- und -untergang oft besonders eindrucksvolle Bedingungen.

3. Sustenpass

Viele Autofahrer halten den Sustenpass für die perfekte Bergstrasse. Er verbindet die Kantone Uri und Bern und vereint tadellosen Belag, weite Kurven, Gletscher, Wasserfälle und eine aussergewöhnliche Bergkulisse.

Die Strasse wirkt fast eigens für genussvolles Fahren gebaut. Unterwegs wechseln die Ausblicke ständig, während man Alpentäler durchquert und sich den Höhenlagen nahe der Passhöhe nähert.

Der Aussichtspunkt am Steingletscher ist einer der Höhepunkte der Route.

4. Berninapass

Der Berninapass verbindet das Engadin und St. Moritz mit dem italienischsprachigen Puschlav.

Anders als viele Bergstrassen, die rau und schroff wirken, hat der Berninapass einen offeneren Charakter. Bergseen, Gletscher und sanft geschwungene Bergzüge bestimmen das Bild.

Die Strecke verläuft über weite Abschnitte neben der berühmten Berninabahn, einer UNESCO-Welterbestrecke, die der Fahrt eine weitere Dimension verleiht.

5. Gotthardpass

Der Gotthardpass ist seit Jahrhunderten einer der wichtigsten Gebirgsübergänge Europas.

Moderne Tunnel nehmen heute einen Grossteil des Verkehrs unter dem Berg hindurch auf, doch der historische Pass bleibt eine der lohnendsten Fahrten der Schweiz. Die berühmte Tremola-Strasse, gepflastert und mit zahllosen Kehren, gibt einen Einblick in die Verkehrsgeschichte des Landes.

Die alte Route zu fahren ist ebenso Geschichte wie Landschaft.

6. Oberalppass

Der Oberalppass verbindet Andermatt mit dem Kanton Graubünden und ist Teil der Strecke des Glacier Express.

Weite Bergpanoramen, Alpenseen und grüne Matten schaffen eine ruhige Stimmung, die sich von den dramatischeren Pässen andernorts in der Schweiz abhebt.

Besonders schön ist die Passhöhe im Sommer, wenn Wandernde, Radfahrende und Gäste des Panoramazugs die Landschaft teilen.

7. Julierpass

Der Julierpass, einer der am leichtesten befahrbaren Alpenpässe der Ostschweiz, verbindet das Engadin mit dem Bündner Mittelland.

Die Fahrt führt durch Wälder, an Bergseen vorbei und über weite Alpenlandschaften. Die Route ist weniger befahren als einige der berühmteren Schweizer Pässe und damit attraktiv für alle, die ruhigere Strassen suchen.

Schon die Reisenden der Römerzeit nutzten diesen Übergang, was der Fahrt historische Bedeutung verleiht.

8. Klausenpass

Der Klausenpass ist besonders bei jenen beliebt, die die traditionelle Schweizer Bergwelt schätzen.

Die Strasse verbindet die Kantone Uri und Glarus und führt an Alpbetrieben, Wasserfällen, Bergwiesen und abgelegenen Tälern vorbei, die von moderner Entwicklung weitgehend unberührt wirken.

Die Fahrt zeigt eine ländlichere Seite der Schweizer Alpen und bietet gute Gelegenheiten, das bäuerliche Bergleben kennenzulernen.

9. Nufenenpass

Mit rund 2 478 Metern über Meer gehört der Nufenenpass zu den höchstgelegenen asphaltierten Bergstrassen der Schweiz.

Die Route bietet grossartige Blicke auf die Gletscher und Gipfel des Wallis. Wegen der Höhe wirkt die Landschaft besonders eindrucksvoll und weit.

Wer das Hochgebirge im Auto erleben möchte, findet kaum eine Strasse mit einer so beeindruckenden Perspektive.

10. Albulapass

International weniger bekannt, von Kennern der Region aber sehr geschätzt: Der Albulapass verbindet das Engadin mit dem Bündner Mittelland.

Die Strecke führt an Bergseen, Wäldern und Alpwiesen vorbei und kreuzt immer wieder die berühmte Rhätische Bahn.

Das Zusammenspiel von Bahnbaukunst, Bergkulisse und vergleichsweise Ruhe macht den Albulapass zu einem der verborgenen Fahrjuwelen der Schweiz.

Wann fährt man die Alpenpässe am besten?

Die meisten hohen Schweizer Pässe sind nur saisonal offen. Schnee und winterliche Verhältnisse schliessen viele Strecken in der Regel von Spätherbst bis Frühling.

Die beste Zeit für Fahrten in den Alpen liegt im Allgemeinen zwischen:

  • Juni und September für volle Befahrbarkeit
  • Juli und August für das wärmste Wetter
  • September für weniger Andrang und ausgezeichnete Sicht

Die genauen Öffnungstermine hängen vom Schneefall und der Witterung des jeweiligen Jahres ab.

Tipps für eine Alpen-Rundfahrt

Ein wenig Vorbereitung vor der Abfahrt macht die Reise deutlich entspannter.

Passzustand prüfen

Das Bergwetter schlägt schnell um. Prüfen Sie die Strassenverhältnisse stets vor der Abfahrt, besonders zu Saisonbeginn und -ende.

Zeit einplanen

Der grösste Fehler ist Eile. Alpenstrassen wollen langsam genossen werden, mit vielen Halten an den Aussichtspunkten unterwegs.

Früh losfahren

Wer morgens startet, hat meist bessere Sicht, weniger Verkehr und mehr Gelegenheiten zum Fotografieren.

Tank vollhalten

In abgelegenen Berggebieten werden Tankstellen seltener – vor den hohen Pässen tankt man deshalb besser noch einmal voll.

Kamera mitnehmen

Die Schweizer Bergstrassen bieten unzählige Fotomotive, und viele Aussichtspunkte sind eigens dafür angelegt, dass Reisende anhalten und die Landschaft geniessen.

Fazit

Die Schweizer Alpenpässe sind weit mehr als Verkehrswege. Sie sind Reisen durch einige der spektakulärsten Berglandschaften Europas – jede mit eigenem Charakter, eigener Geschichte und eigener Kulisse.

Von den Gletschern der Furka und den Seen des Grimsel bis zu den weiten Kurven des Susten und dem historischen Pflaster des Gotthard eröffnet jede Route einen anderen Blick auf die Schweizer Alpen.

Wer Freiheit, unvergessliche Landschaften und ein tieferes Verständnis der Schweizer Bergwelt sucht, findet kaum ein Erlebnis, das einer sommerlichen Fahrt über die legendären Alpenpässe des Landes gleichkommt.

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