Der beste Monat, um Lauterbrunnen für Wasserfälle zu besuchen
Draußen & WandernMay 3, 20265 Min. Lesezeit

Der beste Monat, um Lauterbrunnen für Wasserfälle zu besuchen

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Kaum ein Ort in der Schweiz fasst die Schönheit der Alpen so zusammen wie das Lauterbrunnental. Umgeben von hoch aufragenden Felswänden, traditionellen Schweizer Dörfern und grossartigen Bergkulissen gilt das Tal oft als einer der schönsten Orte Europas. Was es jedoch wirklich auszeichnet, sind seine Wasserfälle: Mehr als siebzig stürzen von den Felsen herab und schaffen eine Landschaft, die fast unwirklich wirkt.

Für viele Gäste stellt sich vor allem eine Frage: Wann besucht man Lauterbrunnen am besten, um die Wasserfälle zu sehen?

Die Antwort hängt davon ab, was Sie sehen möchten. Wenn Sie die Wasserfälle in voller Kraft erleben wollen, ragt eine Jahreszeit jedoch klar heraus.

Warum Lauterbrunnen für seine Wasserfälle berühmt ist

Lauterbrunnen liegt in einem tief eingeschnittenen Gletschertal im Herzen der Jungfrau-Region. Mächtige Felswände steigen zu beiden Seiten fast senkrecht auf und schaffen ideale Bedingungen für Wasserfälle.

Schmelzwasser von Schnee und Gletschern hoch in den Alpen speist Bäche, die schliesslich ins Tal stürzen. Manche Fälle überwinden Hunderte von Metern, andere treten aus verborgenen Bergtobeln hervor, bevor sie die Flüsse am Talboden erreichen.

Der berühmteste Wasserfall ist der Staubbachfall, der fast 300 Meter von der Felswand über dem Dorf herabfällt. An windigen Tagen zerstäubt das Wasser zu feinem Nebel und scheint in der Luft zu schweben.

Weitere bedeutende Wasserfälle sind:

  • Die Trümmelbachfälle
  • Der Mürrenbachfall
  • Der Schmadribachfall
  • Der Sefinenfall

Gemeinsam bilden sie eine der bemerkenswertesten Naturlandschaften Europas.

Der insgesamt beste Monat: Juni

Wenn Sie Lauterbrunnen nur in einem einzigen Monat wegen der Wasserfälle besuchen könnten, wäre der Juni in der Regel die beste Wahl.

Im Frühsommer erreicht die Schneeschmelze in den Höhenlagen ihren Höhepunkt. Die Berge rund um das Tal geben noch immer Winterschnee frei, Gletscher speisen weiterhin Flüsse und Bäche, und beinahe jeder Wasserfall führt eindrückliche Wassermengen.

Der Juni bietet mehrere Vorteile:

  • Kräftig fliessende Wasserfälle
  • Grüne Tallandschaften
  • Bergblumen auf den Alpwiesen
  • Lange Tage
  • Angenehme Temperaturen
  • Zugang zu den meisten Wanderwegen

Die Verbindung aus mächtigen Wasserfällen und üppigem Grün macht den Juni zu einer der lohnendsten Besuchszeiten.

Für Fotografierende ergibt der Kontrast aus grünen Wiesen, weissen Wasserfällen und Restschnee auf den fernen Gipfeln besonders reizvolle Kompositionen.

Warum auch der Mai ausgezeichnet ist

Der späte Mai kann ebenso eindrücklich sein.

Mit steigenden Temperaturen beschleunigt sich die Schneeschmelze, und die Wasserfälle gewinnen nach dem Winter an Kraft. Das Tal wirkt frisch und lebendig, die Vegetation kehrt zurück und die Wanderwege öffnen wieder.

Ein Vorteil eines Besuchs im Mai ist, dass deutlich weniger Gäste unterwegs sind als in der Hochsaison.

Reisende profitieren von:

  • Weniger Andrang
  • Einfacheren Bedingungen zum Fotografieren
  • Besserer Verfügbarkeit von Unterkünften
  • Kräftigen Wasserfällen

Allerdings können höher gelegene Wege und Einrichtungen noch von Restschnee betroffen sein.

Juli und August: Hochsommer

Juli und August gehören zu den meistbesuchten Monaten in Lauterbrunnen.

Das Tal ist am besten erschlossen, und Wasserfälle lassen sich mit Wandern, Bergbahnen und Ausflügen verbinden, etwa zu:

  • Jungfraujoch
  • Mürren
  • Wengen
  • Grindelwald
  • Kleine Scheidegg

Die Wasserfälle bleiben eindrücklich, doch die Wassermengen liegen oft etwas unter dem Höhepunkt der Schneeschmelze im Juni.

Für einen Besuch in der Hochsaison sprechen:

  • Verlässliches Wetter
  • Vollständige touristische Angebote
  • Geöffnete Bergattraktionen
  • Lange Tage

Wer eine breitere Rundreise durch die Jungfrau-Region plant, fährt im Sommer weiterhin sehr gut.

September: schön, aber anders

Der September bietet eine ruhigere Stimmung und ausgezeichnete Sicht.

Die Wasserfälle fliessen weiter, viele jedoch mit geringerer Wassermenge als im Frühsommer. Die Landschaft beginnt sich herbstlich zu färben, und in den Bergen wird es kühler.

Viele erfahrene Wandernde bevorzugen den September sogar, weil:

  • Die Wege weniger begangen sind
  • Die Fernsicht oft hervorragend ist
  • Die Temperaturen angenehm sind
  • Die Herbstfarben einsetzen

Wenn die Wasserfälle im Vordergrund stehen, bleibt der Juni die bessere Wahl; der September bietet dafür ein wunderbares Gleichgewicht aus Landschaft und Ruhe.

Der Winter in Lauterbrunnen

Der Winter macht Lauterbrunnen zu einem völlig anderen Ziel.

Schnee bedeckt den Talboden und die Dörfer und schafft Postkartenlandschaften. Einige Wasserfälle gefrieren teilweise, andere fliessen unter Eisformationen weiter.

So schön der Winter ist: Für Gäste, die die Wasserfälle in voller Kraft erleben wollen, ist er in der Regel nicht die beste Jahreszeit.

Die Saison eignet sich besser für:

  • Wintersport
  • Winterfotografie
  • Aussichtsreiche Bahnfahrten
  • Weihnachts- und Festtagsreisen
  • Erlebnisse in Alpendörfern

Die berühmtesten Wasserfälle

Staubbachfall

Lauterbrunnens bekanntester Wasserfall lässt sich direkt vom Dorf aus betrachten.

Ein kurzer Weg führt zu einem Aussichtspunkt hinter dem Wasserfall, mit einem besonderen Blick ins Tal.

Trümmelbachfälle

Anders als viele Wasserfälle stürzen die Trümmelbachfälle im Inneren eines Berges herab.

Ein System aus Wegen, Galerien und Tunneln erlaubt es, eine Abfolge kraftvoller Gletscherwasserfälle im Fels zu erkunden.

Diese Attraktion gilt vielen als eines der bemerkenswertesten Naturwunder der Schweiz.

Mürrenbachfall

Der Mürrenbachfall, einer der höchsten Wasserfälle der Schweiz, lässt sich von verschiedenen Punkten im Tal und in den nahen Bergdörfern bewundern.

Die besten Fotostandorte

Für Fotografierende zählen Zeitpunkt und Standort.

Dorf Lauterbrunnen

Der klassische Blick auf den Staubbachfall über dem Dorf bleibt eine der meistfotografierten Kompositionen der Schweiz.

Wege am Talboden

Wanderwege durch die Wiesen bieten hervorragende Gelegenheiten, Wasserfälle vor den mächtigen Felswänden aufzunehmen.

Wengen

Höher gelegene Aussichtspunkte bei Wengen eröffnen weite Blicke über das Tal und seine Wasserfälle.

Mürren

Mürren bietet erhöhte Panoramen über das Lauterbrunnental und die hineinstürzenden Wasserfälle.

Was Sie mitnehmen sollten

Das Wetter in Lauterbrunnen kann rasch umschlagen, auch im Sommer.

Empfohlen werden:

  • Bequeme Wanderschuhe
  • Eine wasserdichte Jacke
  • Eine wiederbefüllbare Trinkflasche
  • Eine Sonnenbrille
  • Eine Kamera
  • Leichte Schichten für wechselnde Temperaturen

Wer die Wasserfallwege begehen will, sollte zudem mit Gischt und feuchten Wegen rechnen.

Vorschlag für einen Wasserfall-Tag

Vormittag

  • Ankunft in Lauterbrunnen
  • Gang durch das Dorf
  • Besuch des Staubbachfalls
  • Erkundung der Wiesenwege

Mittag

  • Mittagessen in Lauterbrunnen
  • Besuch der Trümmelbachfälle

Nachmittag

  • Fahrt nach Wengen oder Mürren
  • Panoramablicke über das Tal geniessen
  • Die Wasserfälle von oben fotografieren

Abend

  • Rückkehr nach Lauterbrunnen
  • Die goldene Stunde rund um den Staubbachfall erleben

Fazit

Lauterbrunnen ist das ganze Jahr über schön, doch der Juni ist in der Regel der beste Monat für die Wasserfälle. Die Schneeschmelze der umliegenden Berge sorgt für die kräftigsten Wassermengen, das Tal leuchtet in den Farben des Frühsommers, und das Zusammenspiel aus Wasserfällen, Bergblumen und Alpenkulisse ergibt unvergessliche Bilder.

Wer das eindrücklichste Wasserfall-Erlebnis der Schweiz sucht, findet kaum ein Ziel, das Lauterbrunnen auf dem Höhepunkt der Schneeschmelze das Wasser reichen kann. Vom berühmten Staubbachfall bis zu den tosenden Trümmelbachfällen im Berginneren zeigt das Tal die Natur in ihrer ganzen Kraft.

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